Das Wunderwerk Gehirn – Eine kleine Einführung

Keine Angst – das wird keine hochwissenschaftliche Abhandlung …

… sondern nur der (hoffentlich kurzweilige) Versuch, etwas Grundlegendes zum Verständnis unseres Gehirns beizutragen. Um es vorwegzunehmen: Das Leben ist Gehirnsache!

Denn das Gehirn steuert sämtliche Lebensfunktionen, schafft Bewusstsein und Leistungsfähigkeit und ist zugleich unser „Wohlfühl-Organ“.

Einige Fakten

GehirnDas Gehirn eines Menschen …

  • macht rund 2 Prozent des Körpergewichts aus
  • verbraucht mehr als 20 Prozent der Energie des gesamten Körpers
  • besteht zu 70 Prozent aus Wasser
  • steuert sämtliche Lebensfunktionen – körperliche, geistige und seelische
  • beinhaltet etwa 100 Milliarden Nervenzellen, die Neuronen
  • wandelt die aus der Umwelt aufgenommenen neutralen Reize in Wahrnehmungen und Gefühle um

Drei miteinander vernetzte Einzelgehirne arbeiten eng zusammen

  1. „Das „Reptiliengehirn“
    als das älteste unter diesen Dreien steuert die Grundfunktionen des Lebens. Hier sitzen unsere Reflexe und Instinkte – die Basis, auf der unsere Gefühle aufbauen. Hunger und Angst haben hier zum Beispiel ihren Anfang.
  2. Das emotionale Gehirn oder auch „limbische System“ ist für Erregung zuständig. Neben der Steuerung von Emotion und Motivation ist es ebenso an Denk- und Gedächtnisprozessen beteiligt:
    Hier trifft alles zuerst ein und wird „emotional bewertet“, bevor es im Gedächtnis abgespeichert wird.
  3. Das Großhirn verarbeitet Sinnesreize und ist für alle Leistungen des Bewusstseins zuständig. Es überwacht die anderen Teile des Gehirns und ist verantwortlich für unser Denken, Planen, Handeln, Fühlen und unsere Wahrnehmungen.

Und dann gibt es da noch zwei Hälften …

Das Gehirn besteht aus zwei Hemisphären mit unterschiedlichen Aufgaben. Während die linke Gehirnhälfte für die logischen, rationalen und analytischen Funktionen zuständig ist – z. B. für die Sprache, kümmert sich die rechte um Kreativität, Intuition und Gefühle – z. B. um Bilder.
Man könnte auch sagen, links erfolgt eine digitale Informationsverarbeitung, rechts eine analoge.

Hier ein paar weitere Beispiele zum besseren Verständnis:

Vergleich
linke Gehirnhälfte rechte Gehirnhälfte
  • verbal
  • wissen
  • Logik, Fakten
  • analytisch
  • Detail
  • mathematisch
  • zeitlich
  • linear
  • stellt Regeln auf
  • kontrolliert
  • vermeidet Fehler
  • merkt sich Namen
  • Wort
  • Argument
  • konsequent
  • vernünftig
  • nüchtern
  • trocken
  • nonverbal
  • glauben
  • Intuition, Gefühl
  • träumerisch
  • Überblick
  • symbolisch
  • räumlich, zeitlos
  • nicht-linear, ganzheitlich
  • bricht Regeln
  • spielt
  • mag das Neue
  • merkt sich Gesichter
  • Bild
  • Erfahrung
  • inkonsequent
  • genießerisch
  • charismatisch
  • witzig

Ein kleiner Test: Sind Sie links- oder rechtshirnig?

Als „Linkshirniger“ …

… argumentieren Sie logisch, haben für alles eine Erklärung und sind zukunftsbezogen. Zeit ist grundsätzlich Mangelware, Sie sind ein Kandidat für den Herzinfarkt.

Ein Gefühl für Ihren Körper ist Ihnen fremd. Warnsignale Ihres Körpers ignorieren Sie und werden nur aktiv, wenn es sein muss oder fast schon zu spät ist. Sie sind oft nervös, hektisch und unruhig, lernen allerdings unter Anleitung schnell, Ihren Zustand zu verbessern. Innere Bilder und Gefühle sagen Ihnen nicht allzu viel.

Als „Linkshirniger“ übernehmen Sie gern das Kommando, verteilen Aufgaben und leiten an. Sie sind ergebnisorientiert, arbeiten nach Aufgabenlisten und brauchen eine gewisse Ordnung und Struktur in Ihrem Leben. Sie wissen meistens genau, was Sie wollen.

Sie lösen Ihre Probleme analytisch, Schritt für Schritt. Zahlen und Fakten sind Ihr Ding, Technik und Finanz- oder Rechnungswesen dürften Sie interessieren.

Als „Rechtshirniger“ …

… sind Sie ein Gefühlsmensch, denken aber leider oft auch sehr negativ, geraten leicht in Panik und rechnen immer mit dem Schlimmsten. Andererseits können Sie andere durch Ihre Ideen mitreißen. Ihre Wortgewandheit fällt auf, Sie sind suggestiv.

Sie versuchen viele Dinge (oft gleichzeitig) , führen sie aber selten zu Ende. Nichts kann Sie so richtig zufrieden machen, Sie tun sich oft selbst leid, sind launisch und depressiv.

Als „Rechtshirniger“ lernen Sie langsam und haben Mühe, Ihren körperlichen Zustand zu verbessern. Sie lieben gestaltende Tätigkeiten wie malen eine hohe Ausdrucksfähigkeit haben. Sie brauchen viel Platz und sind mitteilsam, oft spirituell. Sie glauben deshalb an Schicksal und Zufall.

Sie sind ein charismatischer Typ, der seine Probleme intuitiv und ganzheitlich löst. Er ist für neue Ideen und Entwicklungen offen, er lernt durch Aktion, tun und beobachten.

Als „Ganzhirniger“ …

… sind Sie der Ausgeglichene. Sie sind bescheiden, können Ihre Gefühle steuern. Die extremen Ausprägungen der „links-“ bzw. „Rechtshirnigen“ treten bei Ihnen nicht auf. Sie können kreativ und logisch zugleich sein.

Hinweis: Diese Unterteilung ist nicht absolut zu verstehen, sondern immer nur als vorherrschende Tendenz. Es gibt kaum ausgeprägte „Links-“ oder „Rechtshirntypen“. Je nach Begabung ist die eine oder andere Gehirnhälfte des Menschen mehr entwickelt. Das erklärt z. B. die mangelnde mathematische Fähigkeit eines Klavierspielers.

Wussten Sie, dass Sie die Aktivität Ihrer beiden Hirnhälften anpassen können?

Doch doch, das lässt sich trainieren, zum Beispiel mit Biofeedback. Da können Sie zuschauen, wie Sie es selbst schaffen, einen Ausgleich der Gehirnaktivitäten herbeizuführen. Und was noch viel besser ist, Sie können trainieren, diesen Zustand auf „Knopfdruck“ abzurufen.

Denn nur wenn die linke und rechte Hirnhälfte optimal zusammenarbeiten, können Sie Ihr ganzes Potenzial entfalten.

Lesen Sie hier, wie Sie mit Biofeedbacktraining bewusst eine einseitige Hirndominanz ausgleichen können, um beispielsweise gezielt charismatischer zu werden.

Aber es geht noch weiter

Wenn Sie Angst haben, überfordert oder gestresst sind, wird dem Gehirn Energie entzogen. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Hirnhälften funktioniert nicht mehr optimal, Ihre Leistung sinkt.
Der Grund: Ihr Gehirn interpretiert (leider) den größten Teil des Lebens als einen ständigen Überlebenskampf. Und das, obwohl es in unseren Breiten den Säbelzahntiger schon lange nicht mehr gibt und auch kriegerische Nachbarn weit und breit nicht zu sehen sind.

Das Gehirn denkt im Zweifel für Sie

Dem Gehirn reicht schon das Gefühl der Angst, sei es eine Prüfungssituation, das Gespräch mit dem Chef oder Lampenfieber vor einem Auftritt, um davon auszugehen, dass Ihr Leben bedroht ist.

Was macht es?

Es leitet Energie um in das Limbische System und vor allem in das Reptilienhirn.
Dort wird kurzerhand und vor allem automatisch entschieden, ob Sie zuschlagen (angreifen) oder flüchten. Das „normale“ Denken wird sozusagen ausgeschaltet. Daher der Blackout bei Prüfungen, das Versagen der Stimme bei einem Auftritt und der Kloß im Hals beim Gespräch mit dem Chef.

Unbewusste Verhaltensmuster steuern uns

Sie werden also größtenteils von unbewussten Verhaltensmustern gesteuert, so als würden Sie angegriffen und müssten innerhalb eines Rudels Ihren Platz verteidigen. Diese Art von Dauerstress veranlasst Ihr Gehirn, ständig Ihr vermeintlich notwendiges Überleben zu sichern. Damit ist eine normale Leistungsfähigkeit nicht mehr gegeben. Allein schon wenn Sie der Meinung sind, eine bestimmte Aufgabe nicht bewältigen zu können, verspürt Ihr Gehirn eine (nicht existente) Bedrohung und reagiert entsprechend.

Mit anderen Worten (und das ist wissenschaftlich bewiesen):

Ihr Gehirn unterscheidet nicht zwischen tatsächlichen Wahrnehmungen und Gedanken!

Das ist für das Verständnis der Arbeitsweise Ihres Gehirns ganz entscheidend.

Merke:Es muss noch nicht einmal eine reale Gefahr vorhanden sein, damit Ihr Gehirn reagiert!! Mentaler Stress reicht schon!

Und genau hier setzt das Mentaltraining an. Durch entsprechende Techniken können Stimmung, Leistungsbereitschaft und innere Zufriedenheit positiv beeinflusst werden.

Entspannung hilft enorm

Stress blockiert also das Denken. Mit professionellen Entspannungstechniken wie z. B. Biofeedback, wirken Sie dem gezielt und dauerhaft entgegen.

Entspannung ist Balsam für die Gehirnzellen. Wer Entspannung in seinen Tagesablauf integriert und die Stressfaktoren beherrscht, erhöht nicht nur seine mentale Leistungsfähigkeit. Nur ein entspanntes, ungestresstes Gehirn ist aufnahmefähig und zum kreativen Arbeiten in der Lage.

Also, melden Sie sich jetzt gleich für das nächste Seminar „Mentaltraining – Das Geheimnis der Erfolgreichen!“ an:

hier anmelden